Entstehung

Eigentlich wollten wir nur zocken…

Alles Begann am Ende des Abi 09, mit der Vorbereitung einer Wanderung von Berlin nach Entschede. Anfang Mai ging es als Testlauf von Berlin 29km zum Kagel Bauernsee. Die 4 Freunde Jörn, Olli, Aimo und Maxim machten sich auf den Weg 1und genossen nach Ankunft den nächsten Tag am See. Dieser schmückt mittlerweile das J-tränk Etikett.see2Das Kartenspielen auf dem Steg entwickelte sich schnell zu „Mau Mau mit verschärften Regeln“.  Nachdem auch in der Nacht der Rückkehr noch bis 5 Uhr morgens gespielt wurde, stand die Idee: „Das Spiel ist jetzt schon genial, lasst es uns weiter verfolgen!“

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Erste Karten wurden gedruckt, per Hand laminiert und ausgeschnitten. Getestet, neu gedruckt und immer wieder vieeel gespielt. Zu einem schnellen, legeren Spiel fügten wir eine Spieltiefe hinzu, die uns Erfahrungen bei einem haptischen Spiel verschafften, die wir sonst nur aus guten Computerspielen kannten:

  • Gleichzeitiges Interagieren,
  • Geschicklichkeit anstelle von Glück, die zum Sieg führt,
  • Taktik- und Strategiekomponenten.

Das Spielgefühl wurde immer besser und insbesondere das komplexe Spiel mit Kombos faszinierte uns sehr (=Belohnung des Legens von Kartenkombinationen). Eine große Hürde dabei war die Nachvollziehbarkeit der gespielten Karten. Die guten Kombodefinitionen (ab Stufe 9: Kombos fortgeschritten) erforderten, auch nach Interaktion von mehreren Spielern noch zu wissen, wer welche Karten gelegt hat. Die erste Lösung („KdK“-Stufen 8-10): Jeder spielt mit einer Farbe. Ein interessantes Spielgefühl, doch etwas stockend, da die zufällige Verteilung der Spielfarben ein wichtigen Teil der Übergänge darstellt. Unterschiedliche Randmarkierungen lösten diese Herausforderung perfekt und diese sind auch eine tolle Individualisierungsmöglichkeit für die einzelnen Spieler. Hat jeder ein Spiel mit anderer Randmarkierung, kann man gemeinsam Stufen 11+ spielen. Für Gelegenheitsspieler reicht ein Deck und die Stufen 1-10 völlig! (Für Viele reicht sogar Stufe 3, auch wenn diese etwas chaotisch wirken kann.)

3Ende 2012 war das Spiel so ausgereift und faszinierend, dass wir endlich vernünftige Karten produzieren wollten. Schon allein um mehr Mitspieler zu gewinnen! =)

Sinn & Name
Recht früh erkannten wir, was sich für Möglichkeiten mit einem eigenen Spiel auftun können, welche Verantwortung damit einhergeht. Wir machten uns viele Gedanken über den Sinn eines Gesellschaftsspieles. Das Spiel an einen Konzern zu verkaufen kam nicht in Frage! Von Anfang an aus Leidenschaft am Spielen entwickelt, sollte es zu 100% für Spieler sein. Nicht für Gewinnmaximierung! Aus persönlichen Erfahrungen heraus sollte es vor allem Jugendliche nicht in die Anonymität und Scheingesellschaft des Internets ziehen, sondern im realen Leben vereinen. Dieses Ziel kombiniert mit einem herausfordernden Spiel, welches Reaktion und Kombinatorik fördert, führte uns zu unserem formulierten Sinn: Die Förderung der Wertschätzung sozialer Beziehungen und des Denkens. Der Spielname stand auch schon sehr früh fest. Da wir uns mit Spielfehlern oft sehr spaßig zum Narren machten, nannten wir das Spiel Jay- Englisch: Jay=Tölpel. Kombiniert mit dem Sinn, schufen wir ein Neogolismus für die „Bewegung der Narrenkappe“: Die Jayvolution. [volution= Bewegung]

Für die Finanzierung und Logistik wurde daher die „Jayvolution UG“ als „Selbstverwaltende Spielergemeinschaft“ gegründet. Die ersten Decks, ohne Box(!), kosteten über 65€! Aber sie sahen gut aus, ermöglichten die geniale Spielkomplexität der hohen Stufen und dauerten nicht ewig zu produzieren. =)4

Der Spielkomfort erhöhte sich auch ohne Spielbox drastisch. Insbesondere „Jay-volution“(Stufen 11-14) konnten wir endlich ordentlich spielen. Besonders die beidseitigen Randmarkierungen waren eine Errungenschaft, die endlich nachvollziehbares Hochgeschwindigkeitsspielen ermöglichten.

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Wie so oft im Projekt, entstand aus einer Herausforderung eine wunderbare Idee. Ein Spiel, das ohne Erweiterungen und ohne regelmäßige finanzielle Beiträge auskommen soll, muss irgendwie seine Verwaltungs-Fixkosten decken.  Daher überlegten wir ein Verbrauchsgut mit zu vermarkten. Da wir eh meist Club Mate beim Spielen getrunken haben hofften wir diese oder ein anderes Produkt fremdlabeln zu können. Alles andere schien utopisch. So versendeten wir verschiedene Anfragen und ausgerechnet Marcus Loscher von der Loscher Brauerei (Club Mate) gab uns die Möglichkeit, eine eigene Limo zu entwickeln – VIEL besser als erhofft! =) Getreu unseres Vorsatzes, Sinn zu maximieren, überlegten wir, was man damit alles tun kann. 

Lecker, mit denkanregende Inhaltsstoffen sollte es sein, das war klar.

  • Rooibos wurde vom „lebenden Taschenrechner“ Rüdiger Gamm auf Grund seiner Sekundärstoffe empfohlen (am besten in Form von losem Tee ;-))
  • Birne: lecker und reich an Vitaminen, Folsäure und Mineralien (am besten reif vom Baum)
  • Guarana: auf Grund der Gerbstoffe im Guaranasamen gelangt das enthaltene Koffein langsam ins Blut und hält so lange wach
  • Das Produkt zu nutzen um auch andere sinnvolle Projekte zu fördern, war die krönende Idee. Denn auch wir hatten Anfangs schon mit kleinen Investitionen größere Probleme.

Und so gibt es seit Mai 2013 die soziale Limo J-tränk.

sozial transparent zum mitmachen

Unerwartet wurde die Namensgebung mit seiner Aussprache als „findiger Marketinggag“ betitelt. Auch das war wohl Karma, denn ursprünglich war es einfach gedacht als Getränk der Jayvolution, gesprochen „Jay-tränk“. Aber „Jetränk“ als Aussprache bietet sich einfach zu gut an. 8-). Seit einem verzweifelten Anrufer, der nach etlichen Diskussionen das Web sogar nach einem Youtube-Tutorial durchforstete, gibt es auf unser Website auch den Reiter „Aussprache“.

Mit einer stabilen Firma im Rücken konnten wir Ende 2014 endlich auch unseren eigenen Traum verwirklichen: ordentliche Spielboxen produzieren und das ganze zu erschwinglichen Preisen!  Für 42€ bekommt man jetzt schon ein Spiel mit Box!

jay bild klein

Eines hat sich übrigens konsequent durchs Projekt gezogen: Obwohl wir das Spiel vom Getränk immer streng trennten, kamen fast alle Helfer für die Limo von Spieletreffen und die langfristig aktiven Supporter waren und sind Spieler. Ein Spiel ist und bleibt ein Anlass, sich zu treffen und auszutauschen. Jay hat dazu noch eine merkbar inspirierende und denkanregende Wirkung. Ohne das Spiel wäre das J-tränk sicherlich zwischendurch untergegangen.

Mit der Neuauflage gibt es natürlich auch wieder neue Randmarkierungen! =) (obere Reihe)

randmarkierungen

relaxtränk klein

Seit August 2015 gibt es das J-tränk endlich auch in koffeinfreier Variante. Für die Jüngeren unter uns und die späten Stunden ein lang ersehntes Extra.

 

 

Jeden 1. Samstag nach dem 2. Mai wird übrigens zum Kagel Bauernsee gepilgert! Immer wieder eine tolle Erfahrung, mit Krönung durch den Sonnenuntergang über’m See.

Kommt doch mal mit Wandern, kostet mal das J-tränk, oder spielt und oder verschenkt doch mal ein Jay-Spiel. 😉

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